23.06.2017 23:22
Vollzeit-Job und Vollzeit-Daddy

Kai Rügge, Leiter der Administration bei Busche Personalmanagement erzählt uns, wie es für ihn als Vater mit Vollzeit-Job im Alltag ist.

I: Wie alt ist dein Sohn?

Kai: Zweieinhalb Jahre

I: Wer hat sich nach der Geburt Elternzeit genommen?

Kai: Meine Frau. Für ein Jahr.

I: Wie hast Du das gemacht, hast Du Dir in den ersten Wochen auf andere Weise Zeit genommen für den Kleinen?

Ja klar, ich hatte zwei Wochen Urlaub nach der Geburt.

I: Findest du, dass das ausreichend war?

Kai: Nein :)

I: Wieviel hättest Du stattdessen gerne genommen?

Kai: Ich hätte gerne mehr genommen - eher drei Wochen - und das würde ich beim nächsten auch so machen.

I: Du arbeitest in Vollzeit. Wie sieht das mit deiner Frau aus, wieviel Prozent arbeitet sie momentan?

Kai: Meine Frau arbeitet ungefähr 80 %

I: Wie ist die Betreuung bei Euch außerhalb der Kindergartenzeiten geregelt, gibt es da zeitlich was aufzufangen und wie macht Ihr das dann?

Kai: Wir haben zum Glück meine Schwiegereltern, meine Eltern und meine Großmutter.

I: Und die sind auch alle mit eingespannt?

Kai: Ja und sogar meine Großmutter betreut den Kleinen

I: Und wie alt ist deine Großmutter?

Kai: 89 Jahre

I: Wow!                                                                                 Und wie war es vorab, habt ihr das alles vorher so geplant mit Elternzeit, Urlaub, Betreuung, oder kam das spontan?

Kai: Wir hatten uns schon vorher Gedanken gemacht und das geplant. Aber natürlich trifft dann die Realität die Theorie :) Und dann ist doch wieder alles anders.

I: Also kam es dann ziemlich anders als geplant? Und was speziell?





Kai: Ja natürlich. Vor allem die Zeit zu zweit mit meiner Frau, die ist dann knapp. Da muss man die Zeit und die schönen Momente einfach nutzen. Auch zu dritt.

I: Das ist schon mal ein super Tipp an andere Eltern.

Wie ist das bei Euch bei den täglich anfallenden Arbeiten? Wie sind die geregelt, z.B. Haushalt und Kinderbetreuung – Macht jeder mal alles was so ansteht oder habt Ihr eine feste Aufteilung?

Kai: Es hat sich so ergeben, dass jeder im Haushalt seine Aufgaben hat. Wir haben, weil wir beide fast voll arbeiten, eine Reinigungskraft zu Hause, die uns dann unterstützt.

I: Und bei privaten Terminen? Ihr habt ja Familienmitglieder, die Euch unterstützen. Wie sieht das mit euren Freunden aus?

Kai: Ja, Freunde unterstützen uns auch.

I: Das ist ja ein gutes Netz!

Kai: Ja, das ist auch zwingend notwendig 

I: Wie hältst Du die Bindung zu Deinem Sohn, wenn Du in der Woche Vollzeit arbeitest? Hast Du sowas wie bestimmte Rituale morgens und abends oder machst Du am Wochenende z.B. spezielle Events mit ihm?

Kai: Fängt so an, dass ich ihn morgens wecke, ihn anziehe und mit ihm frühstücke. Wenn ich dann nach Hause komme, nutze ich die Zeit mit ihm und auch intensiv an den Wochenenden.

I: Abschließend – gibt es einen Tipp den Du aus Deiner Erfahrung an Vollzeit-Arbeitende Eltern und vor allem Väter hast? Du hast ja gerade schon mal darauf hingewiesen, dass die Zeit mit Deiner Frau etwas ist, was wichtig ist und was man sich freizuschaufeln hat.

Kai: Die Zeit ist vorbei, dass man nach dem Job nach Hause fährt und sich erstmal ausruht. Diese Option gibt es nicht mehr ;) Es steht dann Zeit für Kind und Familie an und das ist toll. Die Zeit sollte man intensiv nutzen!

I: Ok. Also dann eher die Mittagspause verstärkt für sich nutzen?

Kai: Genau :)

I: Vielen Dank Dir, Kai!